Umwandlungssätze bestimmen die Höhe der späteren Rente.
Die Umwandlungssätze sinken weiter, gleichzeitig nähern sich die Pensionskassen zunehmend an. Die Gründe für sinkende Renten sind bekannt: Erstens leben die Menschen heute länger, wodurch das angesparte Alterskapital über einen längeren Zeitraum ausreichen muss. Zweitens sind die erzielbaren Renditen auf den Kapitalanlagen deutlich tiefer als früher.
Am Markt haben sich zwei Berechnungsmodelle etabliert. Beim einheitlichen Modell wird ein einziger Umwandlungssatz auf das gesamte Altersguthaben angewendet. Beim gesplitteten Modell werden das obligatorische BVG-Guthaben und das überobligatorische Altersguthaben getrennt behandelt und mit unterschiedlichen Umwandlungssätzen verrentet.
Der Pensionskassenvergleich zeigt dennoch, dass zwischen den einzelnen Vorsorgeeinrichtungen weiterhin erhebliche Unterschiede bestehen. Die Differenz bei den erwarteten Rentenleistungen beträgt teilweise bis zu 20%. Bei Spida liegt der umhüllende Umwandlungssatz aktuell noch bei 6,2% und wird künftig auf 6,0% gesenkt. Ambassador wendet ein gesplittetes Modell an. Der Umwandlungssatz beträgt auf dem obligatorischen Altersguthaben 6,8% und auf dem überobligatorischen Teil 5,6%. Bei einer Kapitalaufteilung von 50% obligatorischem und 50% überobligatorischem Altersguthaben resultiert daraus ein Niveau, das mit der Spida vergleichbar ist.
Für den Vergleich der Umwandlungssätze 2028 wurde bei den Kassen mit gesplitteten Umwandlungssätzen von einer hälftigen Verteilung zwischen obligatorischem und überobligatorischem Altersguthaben ausgegangen. Der Benchmark der berücksichtigten teilautonomen Pensionskassen liegt bei 5,5%. Die Vollversicherungen weisen für das Jahr 2028 mit durchschnittlich 5% deutlich tiefere Umwandlungssätze aus und liegen damit spürbar unter dem Niveau der teilautonomen Pensionskassen.
Die berufliche Vorsorge (2. Säule) ist für die meisten Menschen in der Schweiz das wichtigste finanzielle Fundament für das Alter. Wer kurz vor der Pensionierung steht, sieht sich heute jedoch weit mehr als nur einer einfachen Entscheidung gegenüber. Moderne Vorsorgemodelle erlauben es, die Auszahlung individuell an die eigene Lebenssituation und den Schutz der Angehörigen anzupassen.
Neben den Grundmodellen Rente und/oder Kapital bietet der Markt heute zunehmend flexible Optionen an, mit denen sich die Vorsorge "massschneidern" lässt.
Individuelle Partnerrenten: Während viele Pensionskassen feste Sätze vorsehen, erlauben moderne Modelle, die Hinterlassenenrente für Ehegatten oder Lebenspartner bedarfsgerecht festzulegen – etwa auf 80 % oder 100 % der ursprünglichen Altersrente oder auch gemäss BVG.
Rente mit Kapitalschutz: Ein innovativer Ansatz für alle, die eine Rente wollen, aber den Verfall des Kapitals fürchten. Hierbei wählt man ein Modell, bei dem im Falle eines frühen Todes (oft innerhalb der ersten fünf bis zehn Jahre nach Pensionierung) die Differenz zwischen dem ursprünglichen Guthaben und den bereits bezogenen Renten an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Im Gegenzug fällt die monatliche Rente etwas tiefer aus.
Todesfallkapital: Diese Option bietet einen zusätzlichen Schutz bis zu einem bestimmten Alter (oft bis zum 75. Lebensjahr). Verstirbt die versicherte Person vor diesem Zeitpunkt, wird das bis Alter 75 unverbrauchte Kapital an die Erben ausgezahlt.
Mit bis zu drei Rententranchen kann die Altersrente bei Transparenta sehr individuell gestaltet werden. Es kann eine lebenslange Altersrente mit einer Altersrente kombiniert werden, die während 20 Jahren ausgezahlt wird und einer Tranche, die während 10 Jahren ausgezahlt wird. Je nach Tranche kommt ein anderer Umwandlungssatz zur Anwendung. Das unverbrauchte Kapital der 10 und 20 Jahre laufenden Renten würde in einem Todesfall zudem zur Auszahlung kommen.
Die Wahl einer Pensionskasse beeinflusst nicht nur die Verzinsung während des Erwerbslebens, sondern auch die Höhe der lebenslangen Altersrente. Bereits kleine Unterschiede beim Umwandlungssatz können über die gesamte Rentenbezugsdauer betrachtet zu erheblichen finanziellen Differenzen führen.