Pensionskassenmarkt

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In der zweiten Säule sind in der Schweiz über 4 Millionen Erwerbstätige und 1.1 Millionen Rentenbeziehende versichert. Personen, die bei der Pensionierung ihr Kapital beziehen, sind in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Über 50 Milliarden Franken werden von Arbeitnehmenden und Arbeitgeber zusammen jedes Jahr für die berufliche Vorsorge einbezahlt.
Im Jahr 2005 existierten 2‘770 Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz. Aktuell sind es gemäss dem Bundesamt für Statistik nur noch rund 1‘800 Vorsorgeeinrichtungen, die eine Bilanzsumme von insgesamt rund 800 Milliarden Franken ausweisen. Grossfirmen und die Arbeitgeber der öffentlichen Hand haben für die Durchführung ihrer beruflichen Vorsorge eigene Pensionskassen. Kleine und mittelgrosse Firmen schliessen sich Gemeinschafts- und Sammelstiftungen an.

Der Markt der Gemeinschafts- und Sammelstiftungen unterteilt sich in die teilautonomen Gemeinschafts- und Sammelstiftungen sowie die Vollversicherungsgesellschaften welche von den Lebensversicherern geführt werden. Vollversicherung bedeutet, dass die Guthaben der Versicherten durch Garantien der Lebensversicherer jederzeit vollumfänglich gedeckt sind, eine Unterdeckung ist ausgeschlossen. Der Preis für diese Kapitalgarantie sind tendenziell höhere Prämien sowie tiefere Altersleistungen. Im aktuellen Pensionskassenvergleich, welchen das Beratungsunternehmen Weibel Hess & Partner bereits zum zwölften Mal in Folge durchgeführt hat, werden die bedeutendsten Gemeinschafts- und Sammelstiftungen in unterschiedlichen Gebieten gegenübergestellt. 62 Prozent aller versicherten Personen sind bei Vollversicherern angeschlossen, Tendenz sinkend. Die fehlenden Erträge an den Finanzmärkten sowie die Herausforderungen aufgrund der steigenden Lebenserwartung führen dazu, dass die Vollversicherer spürbar zurückhaltend sind in der Zeichnung neuer Garantie-Verträge. Sie versuchen mit neuen Produkten auch im Markt der teilautonomen Sammelstiftungen zu wachsen. Die Versicherungen übertragen dadurch das Anlagerisiko an die Versicherten.

Die teilautonomen Stiftungen werden oft nur aufgrund der Höhe des Deckungsgrades bewertet. Für ein besseres Verständnis plant die Oberaufsichtskommission berufliche Vorsorge verschiedene Risikokennzahlen zu erheben. Ergänzend zum Deckungsgrad sollen beispielsweise die Sanierungsfähigkeit oder das Rentnerverhältnis aufgezeigt werden.

Seit bestehen der beruflichen Vorsorge wächst der Rentnerbestand stetig. Mit der Pensionierung der Babyboomer-Generation wird der Anteil der Rentenbezüger bei den Pensionskassen nochmals steigen. Eine Herausforderung für die Pensionskassen das finanzielle Gleichgewicht im Lot zu halten, wenn immer mehr Renten ausbezahlt werden.


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